Hier möchten wir Ihnen die Bewohner von orbis-alia vorstellen.
Fangen wir mit den Menschen an:
Lioba (mein Name bedeutet so etwas wie "die Liebende"):
Ich wurde 1979 in Darmstadt geboren, wo ich auch aufgewachsen bin. In den Sommerurlauben meiner Kindheit, die wir auf Amrum verbrachten, reiften meine beiden Träume: reiten und am Meer wohnen. Aus diesen Träumen wurde natürlich vorerst nichts, da in meiner Familie außer mir niemand das "Pferdevirus" hatte. Ich nahm zwar Reitstunden im Verein und lernte dort die ersten Grundsätze, aber ich wollte mehr - viel mehr. Als ich 16 war, kaufte ich mit Erlaubnis meiner Eltern mein Pferd "Wurzel", ein ausrangiertes Schulpferd. Er war zu dieser Zeit aggressiv und sehr schwierig und ich zum Teil hoffnungslos überfordert. Von meinem "Wurzel", der heute noch bei uns lebt, habe ich vor allem gelernt, wie es NICHT geht. Über eine Freundin kam ich dann an die Arbeit von Linda Tellington-Jones, später über Arnulf an Natural Concepts von Alfonso Aguilar. Ich lernte die grundlegende Kommunikation am Boden und entwickelte später daraus mit Arnulf unseren eigenen Stil.
Im Jahr 1999 legte ich meine Prüfung zur Hufpflegerin nach Dr. Straßer ab und arbeitete bis 2005 nach ihrer Methode. Ab 2006 orientierten wir uns dann um und entwickelten auch in der Hufpflege unseren eigenen Stil, viel Einfluss hatte dabei die Natural Hoofcare, aber auch die Arbeit von Jochen Biernat und Daniel Anz, Gene Ovnicek und vor allem die eigenen Erfahrungen bei der Betreuung unserer Kundenpferde, Fotoanalysen und Fortbildungen und Austausch mit Kollegen. Heute ist mir das wichtigste, die zum Pferd und zur derzeitigen Hufsituation passende Bearbeitung zu finden und diese dann immer wieder anzupassen an die sich verändernde (verbessernde) Hufform.
Im Jahr 2008 sah ich dann zum ersten Mal Honza Blaha und wusste, dass ich hier das finden konnte, was ich wollte: Reiten ohne Zaumzeug! Seitdem besuche ich immer wieder Kurse bei Honza besucht, teils mit, teils ohne Pferd und lerne unendlich viel von ihm. Auch von Petra Halder von der Reitschule Oersberg lerne ich immer wieder gerne. Und als ich Amanda Barton unterrichten sah, reifte die Vorstellung, dass und vor allem WIE ich selbst unterrichten möchte. Heute arbeite ich daran, das zu vermitteln was mir wichtig ist - dies ist mein großes Projekt für die nächsten Jahre und ich habe große Ziele :-)
Arnulf (mein Name setzt sich aus zwei Tiernamen zusammen: Arn = Adler und Ulf = Wolf)
Ich wurde 1963 in Bielefeld geboren und wuchs zwischen Herford und Neuwied auf. In meiner Kindheit spielten Pferde keine Rolle, und wie viele Kinder hatte ich immer den Traum von den Pferden und dem Reiten. Als Jugendlicher hatte ich dann ein sehr abschreckendes erstes Reiterlebnis und war mir sicher, dass Pferde, die in Boxen eingesperrt und nur in der Halle geritten werden können, nicht meiner Vorstellung von Pferden und Reiten entsprechen. Erst später fand ich durch meine damalige Freundin einen Weg, mit Pferden so umzugehen, wie ich es mir vorstellte. Durch sie hatte ich die Möglichkeit, Alfonso Aguilar kennenzulernen und auf seinen Touren durch Deutschland zu begleiten und nicht nur mit den Augen zu lernen. Ich verbrachte dann mehrere Wochen in Mexiko auf seiner Ranch und arbeitete dort unter anderem mit wild aufgewachsenen Fohlen. Durch Alfonso lernte ich auch Mike Bridges kennen und lernte bei ihm in den USA die Grundlagen der Rinderarbeit und natürlich seine Art des Umgangs mit Pferden.
Im Jahr 2000 machte ich die Ausbildung zum Hufpfleger bei Frau Dr Straßer (na, wer hat die Gemeinsamkeit entdeckt? Richtig: dort haben wir uns kennengelernt). Besonders viel Spaß machte mir immer, die bei Alfonso gelernte Kommunikation mit dem Pferd bei der Hufpflege umzusetzen und "schwierigen" Pferden zu zeigen, dass Hufpflege etwas Positives ist. Mit der Zeit verfeinerte ich die Kommunikation immer weiter und bisher habe ich noch jedes Pferd zur Mitarbeit bewegen können.
Im Jahr 2010 habe ich die Prüfung zum osteopathischen Pferdetherapeuten bei Barbara Welter-Böller abgelegt und kann so heute die Bereiche Hufpflege und Osteopathie optimal verbinden.
Gemeinsam möchten wir Ihnen mit unseren Kompetenzen zur Seite stehen und erweitern unseren "Werkzeugkasten" durch dauernde Fortbildungen und vor allem durch das Interesse daran, jedem einzelnen Pferd und seinem Besitzter bestmöglich weiterzuhelfen!
Und hier kommen unsere tierischen "Familienmitglieder":
Sali (Salida de la luna = Mondaufgang, weil sie so schöne Sterne auf der Brust hat)
wurde 2004 in Kiel geboren, Papa ist Dalmatiner, Mama Schäferhund-Labrador-Mix. Sie begleitet uns seit sie 8 Wochen alt ist und es ist ihr Leben, mit uns von Stall zu Stall zu fahren und uns überall zu begleiten. Dabei muss der Mensch verstehen, dass jeder Hof, auf dem sie aus dem Auto steigt, selbstverständlich ihr gehört (abgesehen von denen, die dominanten Hofhunden gehören :-))
und das Menschen dazu da sind, mit ihr zu spielen, sie zu streicheln oder Leckerlis rauszurücken. Sali ist unser "Gute-Laune-Generator" und Sonnenschein!
Wurzel (ich kann nichts dafür, dass das Pferd so heißt)
ist unser Senior, Jahrgang 1983, hessisches Warmblut. Er ist "Chef über alles" und nur gnädigerweise gewillt, zu tun, was Menschen sagen. Ich habe ihn 1995 als extrem schwieriges Pferd erworben und so manche schwere Stunde mit ihm erlebt. Dank Arnulfs Hilfe konnten wir einen guten Weg miteinander finden, bis Wurzel dann in Rente ging und daraufhin alle seine alten Verhaltensmuster reaktiviert hat. Dennoch ist er friedlicher und entspannter geworden und genießt seine Ruhe.
Merlin (der wahrlich ein Zauberer ist!)
ist geschätzt Jahrgang 1989, Rasse unbekannt (es dürfen gern Tips abgegeben werden) und das einzige reitbare Pferd unserer Herde :-) Merlin bringt uns mit viel Geduld und Spucke alles bei und wiederholt dabei die Dinge so lange, bis wir sie verstanden haben. Da er so ein guter Lehrer ist, steht er auch unseren Schülern als Lehrpferd zur Verfügung, sowohl zum Reiten als auch am Boden. Dabei benimmt er sich stets vorbildlich und macht genau das, was die Menschen sagen (auch wenn sie eigentlich etwas anderes wollten!). Sein ruhiges, sonniges und unerschütterliches Gemüt macht die Arbeit mit ihm sehr entspannt - lediglich am Vorwärtsdrang mangelt es manchmal :-)
Märchen
Shetlandpony, geschätzt Jahrgang 1990, kam 2006 zu uns, nachdem sie ihre Stellung im Ponyclub gekündigt hatte. Sie ist in dem Glauben hier eingezogen, dass sie hier jeden Tag mindestens 2 Stunden geputzt wird - und jetzt hat sie sich gut damit arrangiert, dass es nicht so ist. Sie möchte bitte nicht mehr ernsthaft arbeiten, zieht uns aber ab und an den Reitplatz ab und zeigt auch gern mal spanischen Schritt, so es denn ein Leckerchen dafür gibt. Da sie leider schwer an Hufrehe leidet, darf sie nicht mehr auf die Weide, hat sich aber gut arrangiert. Sie hat mich viel über Fütterung und Hufrehe gelehrt und hilft mir, meine Kunden zu verstehen, die Rehepferde haben.
Ursprünglich mochte sie zwar keine Shettys, aber nun hat sie einen "Ehemann", den sie sehr liebt:
Caruso
Shetty, geschätzt Jahrgang 1996, kam im August 2010 zu uns, seine Geschichte ist unter "Horsemanship" Unterpunkt "Carusos Tagebuch" zu lesen. Mit viel Liebe und Nachsicht hat er Märchens Herz erobert und vergöttert sie sehr. Die beiden sind ein tolles Team geworden und die Nächte im Laufstall, wenn die Großen auf der Weide sind, verbringen sie in trauter Zweisamkeit. Was da wohl so alles vor sich geht??