Hufkummer? Das muss nicht sein!
Alles über Hufe finden Sie unter www.gesundehufe.com
Schwierigkeiten bei der Hufpflege? Ihr Pferd hampelt, der Hufbearbeiter wird sauer?
Tun Sie sich, Ihrem Pferd und Ihrem
Hufspezialisten das nicht an!
Durch unsere langjährige Erfahrung in beiden Bereichen - Hufpflege und Horsemanship- konnten wir schon vielen Pferden (und ihren Besitzern) helfen, die Probleme hatten beim Hufschmied. Rufen Sie uns einfach an, wir helfen Ihnen gerne! Tel 04305-991299 Oder schreiben Sie eine mail an lioba@orbis-alia.de
Vorab: einige Hufbearbeiter sehen es
nicht als ihren Job an, das Pferd zu erziehen. Sie erwarten, dass es
ihnen schmiedefromm vorgestellt wird. Das ist weder gut noch schlecht
aber es ist etwas worüber Sie mit Ihrem Hufspezialisten sprechen
sollten - bevor es Ärger gibt. Fragen Sie ihn, wie er mit schwierigen
Situationen bei der Hufpflege umgeht und wie Sie ihm das Leben
erleichtern können, dann ist jeder sicher gern zu einer vernünftigen
Zusammenarbeit bereit.
Sollten Sie schlechte Erfahrungen mit Ihrem Hufschmied/Hufpfleger gemacht haben schweigen Sie bitte nicht darüber. Wenden Sie sich an den EDHV (edhv.de) oder finden Sie heraus, ob die entsprechende Person in einem anderen Verband ist oder wo er/sie gelernt hat. Schreiben Sie ein kurze mail, was Ihnen passiert ist. Es ist nicht im Sinne guter, freundlicher und geduldiger Hufbearbeiter, wenn ihre Kollegen sich derart daneben benehmen und sie sollten wissen, wer die "schwarzen Schafe" in ihren Reihen sind!
Neben verprügeln, treten, schreien oder sonstigen Misshandlungen gibt es zwei Dinge auf die wir näher eingehen wollen.
Die Nasenbremse: gemeinhin wird behauptet, die Nasenbremse tut dem Pferd nicht weh, es werden Endorphine ausgeschüttet. Meiner Ansicht nach gibt es einen stichhaltigen Beweis dass das NICHT WAHR ist. Wenn nämlich nur Endorphine ausgeschüttet werden würden würde das Pferd die Nasenbremse lieben und mehr davon wollen - so ein Pferd habe ich aber noch nie gesehen. Im Gegenteil: Pferde, die mit der Nasenbremse traktiert wurden sind in aller Regel danach kopfscheu bzw lassen sich nicht gern an die Oberlippe fassen. Endorphine? Fehlanzeige. M.m.n. ist der Schmerz und das Gefühl für das Pferd derart, dass es in die Starre der Hilflosigkeit fällt (manchmal). Ehrlich gesagt habe ich persönlich sowieso noch nie erlebt dass die Nasenbremse das Pferd nachhaltig beruhigt hätte.
Nachtrag: Es gibt tatsächlich Studien, die belegen, dass unter Einsatz der Nasenbremse Endorphine ausgeschüttet werden. Jedoch belegen diese Studien auch, dass der Adrenalinpegel des Pferdes stark ansteigt. Das bedeutet, die Pferde fühlen zwar weniger Schmerzen, haben aber mehr Streß. Somit mag die Nasenbremse evt als "Schmerzmittelersatz" angesehen werden, jedoch nicht als "Beruhigungsmittel". Gespräche mit Tierärzten haben mir bestätigt, dass ein Pferd, bei dem die Nasenbremse zum Einsatz kam, sich beim nächsten Mal die Bremse deutlich schlechter aufsetzen lässt und gestresster ist. Damit ist sie nicht geeignet, um beim Hufschmiedebesuch eine ruhige und entspannte Atmosphäre herzustellen sondern bewirkt das genaue Gegenteil!
Sedierung: wir persönlich arbeiten nicht mit sedierten Pferden. Das hat Selbstschutzgründe: man weiß nie genau wie ein Pferd auf die Sedierung reagiert und wir hängen schließlich drunter. Außerdem kann auch eine gute Sedierung das Gleichgewicht so trüben dass das Pferd evt auf den Hufbearbeiter drauffällt - nein danke. Wenn gar nichts geht würde ich dazu raten das Pferd abzulegen, aber in 10 Jahren ist bisher immer was gegangen, in manchen Fällen über mehrere Sitzungen. Bei einer tierärztlichen Behandlung (v.a. Zähne) erachten wir eine Sedierung durchaus für hilfreich, aber fürs Hufe machen erscheint es uns nicht sinnvoll.
Hufpflege ist Vertrauenssache und sollte stressfrei ablaufen
1. Lange auf drei Beinen stehen fällt vielen Pferden schwer. Je besser die Ausbildung, je besser die Pferde balanciert sind, je weniger körperliche Probleme wie Verspannung etc sie haben, desto leichter fällt es ihnen, aber schwer ist es allemal. Es mag uns lächerlich erscheinen aber es ist eine sehr unnatürliche Haltung für ein Pferd - in meinen Augen unnatürlicher als jede Art der Fortbewegung, die Menschen jemals von ihren Pferden verlangen.
2. Viele Hufbearbeiter erkennen die kleinen Anfragen der Pferde nicht. Ein leises Zucken im Bein, eine Gewichtsverlagerung, eine Kopfbewegung sind die Anzeichen die ein Pferd gibt, wenn es das Bein nicht mehr hochhalten kann oder will. Wer auf die kleinen Zeichen nicht reagiert, bekommt deutlichere Zeichen - ein Wegziehen, der Versuch, auf drei Beinen wegzugehen oder das schwere Abstützen des Beins. Diese Anzeichen, diese kleinen Bitten, werden dann als Widersetzlichkeit interpretiert und bestraft.
Stellen Sie sich vor Sie sitzen beim Zahnarzt. Gehen wir einmal davon aus, dass sie keine Schmerzen haben. Aber sie sitzen da, müssen den Mund aufhalten, sind dem Arzt quasi wehrlos ausgeliefert und vielleicht haben Sie Angst, dass es doch gleich noch wehtun könnte. Ihr Nacken fängt an sich zu verspannen. Ihr Kiefer fühlt sich irgendwie ausgerenkt an. Sie geben dem Zahnarzt ein Zeichen, dass Sie eine Pause machen möchten, aber er ignoriert sie. Und dann versuchen Sie zu schlucken und verschlucken sich. Sie fangen an zu husten und der Zahnarzt schreit Sie an, das gefälligst zu lassen. Aber natürlich können Sie es nicht lassen! Also husten Sie weiter. Der Zahnarzt haut Ihnen eine runter. Was hilft´s? Sie müssen ja immer noch husten.
Eine weitere Schilderung erspare ich Ihnen, aber glauben Sie mir ich habe grausame Geschichten gehört über das was Hufbearbeiter in einer vergleichbaren Situation mit Pferden tun.
Die Besitzer dieser Pferde waren
entweder machtlos, weil sie keinen anderen Schmied finden konnten,
oder hilflos, weil sie das Gefühl hatten selbst nichts tun zu
können. Einige haben dem Hufbearbeiter geglaubt, der ihnen gesagt
hat, das Pferd sei widersetzlich. Glauben Sie mir, widersetzliche
Pferde sind viel seltener als gemeinhin angenommen wird.
so eine Pediküre kann doch sehr entspannend sein... (Foto: Gunnar Zink zinkskleinefarm.de)
Ich sehe oft missverstandene Pferde, schlecht ausgebildete Pferde, respektlose Pferde und gelangweilte Pferde. Aber widersetzliche sehe ich eigentlich nie. Denn Widersetzlichkeit bedeutet dass die Pferde bewusst etwas falsches tun. Warum sollten sie das tun? Sie haben immer einen Grund dafür, wir erkennen ihn nur oft nicht.
Sehr oft können wir bei Pferden, die
beim Hufschmied nicht stillstehen, eine deutliche Verbesserung des
Verhaltens innerhalb von 15- 30 min erzielen - ohne das Pferd
anzuschreien oder zu schlagen, nur dadurch dass wir ihm
zuhören und uns ruhig aber bestimmt mitteilen. Links oben in der Navigation finden Sie Beispielgeschichten von unseren Kunden.
Was für ein Problem Sie auch haben mögen, rufen Sie uns an oder schicken eine mail. Wir beraten Sie gerne ausführlich. Es gibt keine dummen Fragen! Also fragen Sie bitte, bis Sie alles verstanden haben.
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